Wie kann ich Wasser sparen?









Unser Trinkwasser wird ausschließlich aus Grundwasser gewonnen. Von dort wird das Rohwasser über unsere Aufbereitungsanlage in Aham mit Belüftung und Filterung – auf Chlorung kann verzichtet werden – direkt zum Kunden geleitet oder es wird in in den Hochbehältern Wimm bei Aham und Birnthal bei Steinberg zwischengespeichert. Zum Schutz unserer Trinkwasserreservoirs dienen unsere Wasserschutzgebiete sowie eine Intensivierung des Dialogs mit der Landwirtschaft, um externe Schadstoffeinträge zu reduzieren.

Aktuell werden in den Medien vielerorts immer wieder über erhöhte Nitrat- oder Pflanzenschutzmittelkonzentrationen diskutiert, die vermehrt ins Grundwasser gelangen. Die Konzentrationen dieser Inhaltsstoffe – insgesamt werden über 100 Parameter in regelmäßigen Abständen von unabhängigen Labors analysiert – liegen bei der Wasserversorgung MIttlere Vils i.d.R. weit unter den gesetzlichen Standard-Grenzwerten der Trinkwasserverordnung.

Bei einem unserer Brunnen war dies nicht mehr der Fall – hier lagen die Werte zwar ebenfalls noch unter den gesetzlichen Grenzwerten, aber sie stiegen kontinuierlich. Unsere Gegenmaßnahme: Dieser Brunnen wurde 2014 stillgelegt und es wurde erfolgreich nach einem neuen Brunnenstandort gesucht.

Warum ist der Wasserpreis regional unterschiedlich?

Grundsätzlich sind die unterschiedlichen Wasserpreise u.a. abhängig von topografischen, hydrologischen und geologischen Faktoren, die sich sowohl auf die Gewinnung als auch Aufbereitung und Verteilung des Wassers und damit seinen Preis auswirken. Darüber hinaus haben Siedlungsstrukturen, der Anschlussgrad und die Erneuerungsrate der Netze großen Einfluss auf den jeweiligen Trinkwasserpreis.

D.h. in extrem zersiedelten, ländlichen Gebieten mit stark variierenden Höhenunterschieden liegt der Wasserpreis i.d.R. oft über dem Durchschnitt. Zum anderen können externe Schadstoffeinträge speziell die Kosten für die Aufbereitung des Trinkwassers beeinflussen. Auch das natürliche Wasservorkommen – Grundwasserreservoirs, Flüsse, Seen und Niederschläge – können von Region zu Region sehr unterschiedlich sein. In Bayern haben wir das Glück in einer der wasserreichsten Regionen des Landes, ja sogar weltweit zu leben.

Warum die Zweiteilung Grundgebühr und Verbrauchspreis?

Die ständige Vorhaltung einer effizienten Wasserversorgung, angepasst an die steigenden Qualitätsstandards und -anforderungen, lassen sich nicht über eine rein leistungsabhängige, d.h. verbrauchsabhängige Gebühr finanzieren.

Zum einen: Bei einem Wasserversorgungsunternehmen fallen grundsätzlich – d.h. völlig unabhängig von der jeweiligen Förder- bzw. Verbrauchsmenge – hohe Fixkosten für Wartung, Instandhaltung, Sanierung und Modernisierung der komplexen Infrastruktur an. Diese Fixkosten machen den weitaus größten Teil der Kosten aus – unabhängig vom jeweiligen Verbrauch – ob Familien-, Singlehaushalt oder Gewerbe. Und: Je älter eine Anlage ist, desto dringender und kostenintensiver werden Wartungs-, Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Sanierungskosten.

Zum anderen: Als kommunale Wasserversorgung gehört im Rahmen der allgemeinen Daseinsvorsorge und im Interesse des Gemeinwohls ebenfalls zu unseren Aufgaben, z.B. auch weit entfernte oder hochgelegene Einzelanwesen an das öffentliche Trinkwasserversorgungsnetz anzuschließen. Was sich – Beispiele gibt es reichlich im In- und Ausland – bei privatisierten Wasserversorgungsunternehmen über kurz oder lang in wesentlich höheren Gebühren und eingeschränktem Service niederschlägt.

Daher besteht auch unser Wasserpreis aus einer fixen Grundgebühr und einem variablen Verbrauchspreis, um so eine möglichst gerechte Verteilung der Kosten zu erreichen und für jedermann eine ständig betriebsbereite und ausreichende Wasserversorgung vorzuhalten. Was allerdings nicht immer zu hundert Prozent möglich ist, da die Anforderungen in einem Versorgungsgebiet sehr unterschiedlich sind. Hier kilometerlange Leitungen, die am Ende nur einige wenige Anwesen an die zentrale Wasserversorgung anschließen. Dort ein erhöhter Wasserbedarf für Unternehmen, ohne die eine Region wirtschaftlich nicht florieren kann.

Gibt es weitere Faktoren, die den Wasserpreis beeinflussen?

Fakt ist, dass der private Wasserverbrauch über die Jahre stetig sinkt – einmal aufgrund der immer Wasser sparenderen Technologien in den Haushalten, zum anderen aufgrund des demografischen Wandels, d.h. vielerorts sinken die Bevölkerungszahlen oder die Haushalte werden kleiner.

Beides wirkt sich zwangsläufig mittel- und langfristig auf die Gebührenhöhe aus, da die Fixkosten für eine gleich bleibend hohe Trinkwasserqualität und -vorhaltung kaum gesenkt werden können. Im Gegenteil, je älter eine Anlage ist, desto dringender werden Wartungs-, Instandhaltungs- und Sanierungskosten. Zudem werden Vorsorgemaßnahmen zur Qualitätssicherung immer wichtiger. Und auch eventuelle Rückbaumaßnahmen kosten Geld.

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